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13.06.2013, 19:00 Uhr | Andrea Rey
Schwerpunktthema „Schulreform“ bei der CDU Winnenden
Zu diesem Thema hat Angela Huber, Leiterin des Staatlichen Schulamts Böblingen und Vorsitzende der AG Bildung des CDU Kreisvorstandes Rems-Murr im Rahmen der mitgliederoffenen CDU-Vorstandssitzung der Winnender CDU gesprochen. 
Restaurant Heubach-Krone - In einem interessanten Vortrag mit anschließender Diskussion hat Angela Huber das Thema Schule und Schulreform beleuchtet. Durch den Wegfall der Grundschulempfehlung ist das Schulsystem ins Rollen gekommen, Realschulen und Gymnasien profitieren, Werkrealschulen bluten aus. Denn Eltern sind bestrebt, dass ihre Kinder mindestens die Mittlere Reife als Schulabschluss erreichen.

Sinkende Schülerzahlen, hoher Sanierungsbedarf an vielen Schulen, das sind aktuelle Probleme der Schullandschaft. Erfahrungen zeigen auch, dass an den Standorten, an denen parallel zu G8 die Möglichkeit zu G9 besteht, der G8-Zug faktisch tot ist. Leider sind bei der Umsetzung von G8 handwerkliche Fehler gemacht worden, vieles ist in die Familie verlagert worden. Trotz allem ist das Konzept nicht gescheitert.

Zum Thema Gemeinschaftsschule führte Frau Huber aus, dass die eigentliche Gemeinschaftsschule momentan die Realschule ist. Und zwar rein aus Sicht der Zusammensetzung der Schülerschaft. Eine Gemeinschaftsschule lebt davon, dass sie Schüler aller Schulartenempfehlung unterrichtet. Die Schüler sollen nach Begabung und Niveau gefördert werden, Quotenregelungen sind unzulässig. Wichtig ist die Motivation der Schüler durch die Lehrer, denn Frau Huber führte aus, dass
Schüler, wenn sie den Lehrer klasse finden, auch das Telefonbuch auswendig lernen würde. Hier setzt auch die Forderung der richtigen Lehrerausbildung an, sie sollen den Belangen der Gemeinschaftsschule Rechnung tragen.

In Winnenden sind zwei Bildungszentren in räumlicher Nähe angesiedelt. Eines mit Gymnasium und Realschule, das andere mit Gymnasium, Realschule und Werkrealschule. Derzeit gibt es keine Bestrebungen der Schulen, eine Gemeinschaftsschule zu errichten. Frau Huber führte zum Thema Werkrealschule aus, dass dieser Abschluss einzigartig in Baden-Württemberg ist. Er gehört nicht zu den von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Abschlüssen. Das Schulsystem ist durch die Vielgliedrigkeit ausgezeichnet, es gibt auch keinen Abschluss ohne Anschluss. Berufsfachschulen z.B. ermöglichen eine berufliche Grundausbildung und die Fachschulreife, es gibt die Möglichkeit, nach der Mittleren Reife die Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen, so dass den Schülern viele Wege offenstehen, z.B. auch vom Hauptschulabschluss bis zur Hochschulreife. Das zeichnet ganz konkret das dreigliedrige Schulsystem Baden-Württembergs aus.

Eine Stärkung der Realschule, die generell hohes Ansehen genießt, bietet für die Gesamtschule gute Anknüpfungspunkte. Frau Huber führte zum Schluss noch aus, dass eine einheitliche Vorbereitung der Kinder auf die Schule durch Schaffung von Standards vieles für die Schulkarriere der Kinder erleichtert. 

Am Ende der Diskussionsrunden bedankte sich der Vorsitzende Alois Hammel bei Frau Huber für die interessanten Ausführungen mit einem Winnender Weinpräsent.

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